Mustang Club of Switzerland

since 1980

Engadin 2012

Herbstliches „Halali“ im Engadin Gerne    sind    wir,    meine    Frau    Inge    und    ich,    der    Einladung    zur herbstlichen   Ausfahrt   des   „Mustang   Club   of   Switzerland“   gefolgt um   das   Engadin   in   seiner   ganzen   Vielfalt   und   Pracht   kennen   zu lernen. Treff-    und    Sammelpunkt    war    am    2.    Oktober    die    Raststätte „Heidiland“    an    der    A13    der    Schweizer    Autobahn.    Pünktlich    um 10:15   Uhr   fuhren   11   Mustangs   der   ersten   Baureihe   und   2   neuere Pferdle der Jahrgänge 2005/2009 in Richtung St. Moritz ab. Kurz   vor   12:00   Uhr   erreichten   wir   unser   erstes   Etappenziel,   den „Marmorera-Stausee“,   der   in   den   Jahren   1947-1950   für   die   Stromerzeugung   angelegt   wurde.   Der   Vorstand hatte   es   organisiert,   dass   wir   unsere   Fahrzeuge   auf   dem   Staudamm   parkieren   konnten,   was   sonst   überhaupt nicht   möglich   ist.   Bevor   die   Besichtigung   der   Kontrollstollen   angegangen   wurde,   stand   erst   einmal   eine Stärkung   mit   „Bündner   Spezialitäten“   auf   dem   Programm.   Danach   konnte   der   Ausflug   in   das   dunkle   Reich   des Staudammes     beginnen.     Mit     kundigen     Erläuterungen     des verantwortlichen   Ingenieures   wurde   uns   die   Funktion   „Seines Staudammes“ näher gebracht. Endlich   wieder   an   der   Sonne,   es   war   in   der   Zwischenzeit   23° warm   geworden,   setzte   sich   die   Herde,   die   noch   durch   ein örtliches   Pony   Zuwachs   bekommen   hatte   in   Richtung   St.   Moritz in   Trab.   Über   den   Julier-Pass   mit   2.284   m   ü.   M.   erreichten   wir am   frühen   Nachmittag   das   „Örtchen“   St.   Moritz.   Hier   wurden wir      schon      vom      Schützenmeister      der      St.      Moritzer Schützengesellschaft       erwartet,       denn       es       stand       ein Vergleichsschiessen         mit         leichten         und         schweren Handfeuerwaffen auf dem Programm. Schnell   wurde   im   Hotel   „Bellaval“   eingecheckt,   das   direkt   am   Ausgangspunkt   für   die   Fahrt   mit   dem   Glacier- Express   liegt.   Die   wenigen   Schritte   zum   Schützenheim   schafften   wir   diesmal   auch   ohne   unsere   Pferde.   Es wurde   der   beste   Schütze   unter   den   Damen   und   Herren   gesucht.   Um   es   kurz   zu   machen   –   Vera   (ob   jetzt   mit oder    ohne    Doping    sei    mal    hinterfragt)    schaffte    es    mit    49 Ringen von 50 möglichen den ersten Rang zu belegen. Die   männliche   Konkurrenz   möchte   ich   an   dieser   Stelle   mal galanterweise   nicht   erwähnen.   Die   Preisverleihung   fand   dann, wie   konnte   es   auch   anders   sein,   beim   Apèro   in   einem   alten Eisenbahn-Waggon statt. Zum   Nachessen   waren   wir   im   nahe   gelegenen   Hotel   „Waldhaus am   See“   geladen,   dessen   Besitzer   uns   nach   dem   köstlichen Menu durch sein ganz spezielles Reich führte. Herr   Bernasconi   steht   im   „Guinnessbuch   der   Rekorde“   mit   über 2.500   verschiedenen   Whiskys,   die   der   Gast   in   seinem   Hotel   serviert   bekommen   kann.   Auch   eine   eigene Destilliere   in   Schottland   nennt   er   sein   Eigen   –   und   von   dem   Ergebnis   dieser   Brennkunst   konnten   wir   uns   alle überzeugen.   Aber   damit   nicht   genug   –   er   hält   für   sein   Hotel   und   alle   übrigen   Hotels   in   der   Region   St.   Moritz einen   Weinvorrat   bereit.   Wir   durften   zur   vorgerückten   Stunde   dieses   Heiligtum   „Weinkeller“   in   Augenschein nehmen   und   zwei   Flaschen   eines   „preislich   gehobenen“   Weines   ehrfürchtig   bestaunen.   Auf   Nachfrage   wurde der   Flaschenpreis   mit   CHF   65‘000.–   beziffert.   An   den   Weinkeller   angeschlossen   befand   sich   auch   das   private Tonstudio von Herrn Bernasconi mit über 25‘000 Schallplatten und CD’s. Der   Sonntagmorgen,   bei   uns   in   (D)   ist   der   Tag   der   Deutschen Einheit,   begann   am   St.   Moritz   See   recht   trübe   und   Wolken verhangen.   Das   sollte   sich   jedoch   bald   ändern,   denn   25km nach   unserem   Aufbruch   erreichten   wir   das   Dorf   Samedan   bei sonnigem    Wetter.    Hier    wurden    wir    von    Herrn    Füglistaler begrüsst,   der   uns   seine   Firma   „Volante   Classic   Car   Engadin“ näher     brachte.     Hier     werden     automobile     Schätze     der Vergangenheit    zu    neuen,    ansehnlichen    Liebhaberstücken    in Szene   gesetzt.   Wer   sich   vorwiegend   für   englische   Automobile interessiert    der    ist    hier    genau    richtig    –    vorausgesetzt,    der Geldbeutel ist prall gefüllt. Und   weiter   geht   die   Fahrt   bei   strahlend   blauem   Himmel   und   Sonnenschein   der   Stadt   Davos   entgegen.   Aber vorher   müssen   unsere   Pferde   noch   den   Flüela-Pass   mit   2.383   m   ü.   M.   bezwingen.   Im   Sertigtal,   einem Seitental   der   Davoser   Alpen   wartet   schon   die   nächste   Überraschung   auf   uns.   Ganz   unverhofft,   aber   trotzdem recht    willkommen    werden    die    Fahren    und    deren    Begleiter    zum    Apèro    geladen.    Das    anschliessende Mittagsmenu    wird    bei    diesem    Kaiserwetter    natürlich    im    Freien    eingenommen.    Nach    ausreichenden Benzingesprächen   machen   wir   uns   dann   gegen   16:00   Uhr   alle   auf   den   Heimweg,   der   bei   uns   mit   392km   zu Buche schlägt. Das    Resümee    dieser    wunderbaren    Ausfahrt:    Wie    immer    war    die    Reise    topp    organisiert    und    die Zwischenstationen   und   Haltepunkte   lehrreich   und   kurzweilig   angelegt.   Herzlichen   Dank   an   alle   Aktiven,   die dieses Wochenende so toll gestaltet haben, so dass die 886km auf unserer Mustanguhr nicht umsonst waren. Autoren: Inge und Günter Cremer Hier gehts zur Fotogalerie