Mustang Club of Switzerland

since 1980

Mustang Historie

Mustang Generationen und deren Nicknames

Seit   bald   50   Jahren   wird   der   Ford   Mustang   nun   schon   produziert.   In   dieser   Zeit   liefen   über   9   Million   Mustangs vom   Band   und   daher   gibt   es   eine   riesige   Menge   von   Modellen.   Zur   Identifizierung   haben   sich   mittlerweile   die nachfolgenden    Kategorisierung    oder    auch    Nicknames    (Spitznamen)    etabliert.    Teilweise    stammen    die Kategorien   von   Ford   selbst   (in   der   Regel   basierend   auf   dem   Namen   der   Fahrzeugplattform)   andere   wiederum haben sich erst nach Einstellung der Produktion gebildet und sind quasi von der Mustang- Szene zur Unterscheidung so eingeführt worden.

1. Generation ‘Classic’ (1964-1973)

Die   ersten   Jahrgänge   werden   rückwirkend   als   ‚Classic‘   oder auch     als     ‚First     Generation‘     Mustang     bezeichnet.     Genau betrachtet     sind     in     dieser     Kategorie     vier     verschiedene Modellgeneration   enthalten,   welche   unter   dem   Blech   praktisch alle   gleich   aufgebaut   und   konstruiert   sind   und   vom   Ford   Falcon abstammen. Der    Ur-Mustang    wie    die    Jahrgänge    64-66    auch    manchmal bezeichnet      werden      gaben      der      ganze      Baureihe      den entsprechenden   Kultstatus   u.a.   weil   davon   in   knapp   2   Jahren mehr    als    eine    Million    verkauft    werden    konnten    (was    bis    heute    ein    unerreichter    Rekord    darstellt).    Die nachfolgenden   Jahrgänge   67-70   habe   alle   noch   die   klassische   Mustangform   sind   aber   zum   Teil   erheblich grösser in den Dimensionen und verfügen über grössere Motoren mit mehr Leistung. Die   letzten   Jahrgänge   der   Classic   welche   1971-73   gebaut   wurden   sind optisch   komplett   andere   Fahrzeuge.   Diese   Modelle   sind   bis   Dato   in   den Dimensionen     die     grössten     Mustangmodelle.     Mit     ihren     riesigen Motorhauben     und     beim     Fastback     fast     einer     quadratmetergrossen Heckscheibe   wirken   sie   unglaublich   dynamisch.   Da   bei   uns   damals   sehr viele    Mach    1    Modelle    mit    den    sehr    auffälligen    schwarzen    Streifen verkauft   wurden,   wird   bei   uns   diese   Kategorie   auch   einfach   ‚Mach   1‘ genannt    auch    wenn    es    gar    kein    solches    Modell    ist    und    es    diese Ausführung auch bei anderen Kategorien gab. Insgesamt   wurden   von   den   Classics   rund   2.9   Millionen   Stück   gebaut, wobei   der   Ur-Mustang   mit   über   1.2   Millionen   am   erfolgreichsten   war,   im Vergleich   zu   den   71-73   Modellen   von   denen   in   drei   Jahren   noch   rund 400‘000 entstanden sind. ->mehr

2. Generation ‘Mustang II’ (1974-1978)

Der   Mustang   II,   wie   er   auch   offiziell   von   Ford   bezeichnet   wurde war   eine   komplette   Abkehr   vom   bisherigen,   so   folgte   auf   den grössten   Mustang   gleich   der   kleinste   Mustang.   Diese   Abkehr   mag auf    den    ersten    Blick    verwundern    und    wird    auch    von    der Mustangs-Szene   fast   wie   ein   Bruch   gesehen,   so   waren   lange Jahre   nur   die   ersten   Modelle   anerkannt   alles   was   danach   kam wird   erst   langsam   aufgenommen   in   der   Mustang-Szene.   Für   Ford war    der    neue    Mustang    jedoch    genau    richtig,    so    konnten    die Verkäufe   fast   wieder   auf   das   Niveau   der   Anfangszeit   gehoben werden.      Die      Zeit      verlangte      nach      einem      kleinen      und wirtschaftlicheren    Fahrzeug,    dabei    gab    es    was    den    Komfort betrifft auch viele Verbesserungen. Der    Mustang    II    ist    abgesehen    von    seiner    Grösse    wieder    als Mustang   zu   erkennen,   er   trägt   viele   Stilelemente   der   ersten   Generation.   Etwas   störend   wirken   die   grossen Kunststoffstossstangen,   welche   aber   zu   dieser   Zeit   alle   amerikanischen   Fahrzeuge   wegen   den   verschärften Vorschriften   hatten.   Auch   die   sehr   schmale   Spur   und   die   kleinen   13   Zoll   Felgen   machen   den   Mustang   II   etwas schmalbrünstig   (Auch   das   ist   ein   Zeitgeschmack   der   70er   Jahre   US-Fahrzeuge).   Für   ganz   kurze   Zeit   gab   es auch   keine   V8   Modelle   im   Programm   (Ausnahme   Mexiko)   während   erstmals   ein   Vierzylinder   Motor   im   Mustang Einzug hielt. Erstmals   gab   es   auch   keine   Cabriolets,   auch   das   ein   Folge   des   Sicherheitsdenkens   in   den   USA.   Ab   1977   gab   es als Ersatz die T-Top Modelle. In    vier    Jahren    wurden    rund    1.1    Millionen    Mustang    II    abgesetzt,    was    fast    so    erfolgreich    war    wie    zur Anfangszeit. ->mehr

3. Generation ‘FoxBody’ (1979-1993)

Der     ‚FoxBody‘     Mustang     ist     die     dritte     Mustang Generation,   der   Name   stammt   von   der   verwendeten Fox-Plattform.   Das   Auto   erschien   erstmals   im   Jahr 1979   und   überspannt   die   gesamten   80er   Jahre   und wurde   erst   1993   durch   ein   neues   Modell   ersetzt.   Der FoxBody   Mustang   ist   ungefähr   gleich   gross   wie   der Mustang   II   und   ist   etwas   leichter   und   damit   auch schneller   als   der   Vorgänger.   Optisch   entspricht   der FoxBody   mehr   dem   europäischen   Stil   mit   weniger traditionellen    Stilelementen.    Erkennbar    ist    er    vor allem   an   der   vollständigen   Kunststofffront   zu   Beginn mit    den    typischen    eckigen    Doppelscheinwerfern, welche   später   durch   Einzelleuchten   ersetzt   wurden. Diese Umstellung fand 1987 statt und stellt quasi einen ‚Modellwechsel‘ innerhalb der Foxbody Ära dar. Der   neue   Look   ab   1987   stellt   für   die   Mustang-Szene quasi    den    Styling-Tiefpunkt    dar.    Mit    Ausnahme    der etwas    speziellen    Rückleuchten    bei    den    GT    Modellen verfügt       derWagen       über       keine       wesentlichen Stylingelemente   mehr,   glattflächiger   und   formneutraler ging   es   fast   nicht   mehr   (sogar   das   klassische   Mustang- Pferd     kam     abhanden),     was     jedoch     zu     damaligen Zeitgeschmack    passte.    Auch    das    Interieur    mit    einer aufgesetzten   Cockpit   Box   war   weit   weg   von   dem   sonst gewohnten   Mustang-Cockpit.   Zum   Glück   blieben   bei   den sportlicheren    Modellen    die    Recaro-ähnlichen    Sitze    im Programm. Mit    der    FoxBody    Ära    gab    es    auch    einige    technische Anpassungen,   so   verschwand   die   bis   jetzt   vorhandene   blattfedergeführte   hintere   Starrachse,   sie   wurde   neu   an Schubstreben   geführt   und   ist   mit   Spiralfedern   ausgerüstet.   Motorenseitig   gab   es   zunächst   den   bestehenden 5.0   Liter   V8,   dieser   Motor   wurde   bald   durch   einen   4.2   Liter   V8   ersetzt,   welcher   sowohl   hubraummässig   wie auch   leistungsmässig   den   Tiefpunkt   eines   V8   Mustangs   darstellte.   Zwischenzeitlich   war   ein   4   Zylinder   Turbo der   stärkste   Mustang   (was   für   eine   Vorstellung).   Gleichzeitig   mit   dem   Karosserie-Facelift   kam   ein   neuer   V8   mit Einspritzung ins Programm, welche wieder über die sonst gewohnten gut 200PS verfügte. Insgesamt   war   die   FoxBody   Arä   die   am   längsten   gebaute   Mustang-Generation.   In   diesen   rund   14   Jahren   wurde etwas mehr als 2.6 Millionen FoxBody Mustang hergestellt. ->mehr    

4. Generation ‘SN95/Fox4′ (1994-2004) (inkl. NewEdge)

SN95   bzw.   Fox4   war   die   vierte   Mustang   Generation.   Dieser Mustang   baute   weiterhin   auf   der   Fox   Plattform   auf   und   wurde in   relativ   kurzer   Zeit   entwickelt,   weil   Ford   zwischenzeitlich geplant   hatte   den   Mustang   mit   einem   auf   dem   Mazda   MX-6 basierenden   Frontantriebs-Coupe   zu   ersetzen.   Die   Mustang- Szene   schrieb   daraufhin   massenweise   Briefe   an   Ford,   so   dass sich    das    Management    entschied    weiterhin    auf    Heckantrieb und V8 Motoren zu setzen. Der   SN95   hat   optisch   eine   völlig   andere   Erscheinung   und   ist nur   auf   den   zweiten   Blick   als   Mustang   zu   erkennen.   Mit   seiner rundlichen   und   ausgeprägten   Keilform   passte   er   gut   in   den damaligen     Zeitgeschmack     und     wirkt     heute     noch     recht modern.   Einige   Details   stammten   wieder   von   der   Mustang Urform,    so    die    C-Kurve    in    der    Flanke,    das    Armaturenbrett Design   im   Style   des   69-70   Mustang   sowie   die   Rückkehr   des   Mustang-Pferds   im   Kühlergrill.   Neu   gab   es   nur noch zwei Karosserieformen Coupe und Convertible, ein Modell mit Heckklappe war nicht mehr lieferbar. Technisch ging es auch vorwärts, so löste 1996 ein neuer Aluminium-V8 den schon langjährigen Grauguss- V8   ab.   Auch   der   Fahrkomfort   wurde   weiter   verbessert,   so   kam   erstmals   ein   neu   konstruiertes   und   mehrlagiges Verdeck   zum   Einsatz   was   ein   riesiger   Fortschritt   darstellte   (Bis   dahin   war   das   Verdeck   praktisch   noch   identisch wie   bei   den   65er   Modellen,   mit   Ausnahme   der   Glasscheibe).   Auch   der   Kofferraum   hatte   nur   wieder   eine brauchbare   Grösse   (der   Vorgänger   müsste   ja   serienmässig   mit   einer   Reling   ausgestattet   werden,   da   der Kofferraum   so   klein   war   und   trotzdem   konnte   das   Verdeck   nicht   ganz   versenkt   werden   wegen   der   zu   grossen Heckscheibe). Der   NewEdge   Mustang   (1999-2004)   ist   ein   Facelift   Modell   des   SN95   Modells.   Dabei   wurde   die   bestehende Karossiere   dem   Zeitgeschmack   entsprechend   mit   neuen   Ecken   und   Kanten   versehen.   Die   Grunddimensionen blieben alle gleich, sowie auch das Interieur wurde nicht verändert. Leistungsmässig      ging      es      satt      bergauf,      indem      das Leistungspotential    des    neuen    4.6    Liter    V8    ausgeschöpft wurde.   Das   Cobra-Modell   wurde   erstmals   serienmässig   mit einem   Kompressor   bestückt   und   leistet   damit   395   PS.   Dieses Modell       verfügte       als       erster       Mustang       über       eine Einzelradaufhängung    anstelle    der    Starrachse,    welcher    aber später wieder durch die Starrachse ersetzt wurde. Auch   dieser   Mustang   war   sehr   erfolgreich,   so   wurden   in   vier Jahren    rund    730‘000    Stück    abgesetzt    und    vom    NewEdge liefen 809‘000 Stück vom Band. ->mehr   5. Generation S-197 (2005-2014) Die   fünfte   Mustang   Generation   lief   ab   2005   vom   Band.   Dieses   Auto   wurde   auf   der   D2C   Mustang-Plattform gebaut.    Das    D    bezeichnet    die    Fahrzeugklasse,    die    2 steht   für   die   Anzahl   Türen   und   C   steht   für   Coupe,   als Codename wurde S-197 verwendet. Das   Design   des   S-197   wird   als   sogenannter   Retro-Look bezeichnet,   dabei   diente   der   65   Mustang   Fastback   als Vorbild.   Die   Front,   das   Heck,   das   C   in   den   Flanken   sowie das   Dach   mit   den   seitlichen   Kiemen   wurden   von   diesem Modell    übernommen.    Das    Interieur    wurde    dem    67er Mustang   entliehen.   All   diese   Styling   Elemente   wurde   auf die     heutige     Zeit     übertragen,     damit     eröffnete     der Mustang   eine   Retrowelle   für   die   Muscle   Cars,   zu   der später   auch   der   Dodge   Challenger   und   der   Chevrolet Camaro dazu stiessen. Erstmals   seit   1970   kam   auch   Shelby   wieder   ins   Geschäft,   so   dass   ab   2007   wieder   neue   Shelby   Mustangs angeboten   wurden.   Alle   S-197   wurden   nicht   mehr   bei   Ford   direkt   sondern   bei   AutoAlliance   in   Flat   Rock produziert, einem JointVenture Werk von Ford und Mazda. Das   Retrodesign   kam   sehr   gut   an   und   löste   ein   richtiges   Mustang   Revival   aus,   es   wurden   davon   rund   780‘000 Stück abgesetzt. Seit   2010   gibt’s   ein   Facelift   des   S-197   Mustangs.   Dabei   wurde   die   Front   etwas   flacher   gestaltet,   sowie   das Heck umgestaltet, das Interieur wurde leicht angepasst. Einen   richtigen   Leistungszuwachs   gab   es   ab   2011,   dabei   wurde   ein   neuer   5.0   Liter   V8   Motor   Coyote   genannt eingeführt.   Damit   verfügt   der   Standard   V8   Mustang   nun   über   rund   410   PS.   Richtige   Leistungsexzesse   gibt   es bei   Shelby   so   gibt’s   seit   2012   den   Shelby   1000,   welcher   über   1000   PS   verfügt,   seit   2013   wurde   diese   noch   auf 1200 PS erhöht. Auf      2013      wurde      nochmals      ein      kleines      Facelift durchgeführt,    wobei    der    normale    Mustang    mehr    oder weniger   die   Front   des   Shelbys   bekam   und   am   Heck   ein schwarzer   Balken   mit   integrierten   Heckleuchten   eingeführt wurde. Ein    komplett    neuer    Mustang    wird    für    das    50    Jahre Jubiläum für 2014 erwartet.   ->mehr    

6. Generation S-550 (2015-heute)

Für   2015   ist   ein   komplett   neuer   Mustang   angekündigt.   Mit   diesem   Modell   feiert   Ford   das   50   jährige   Jubiläum.   - >mehr

Mustang Produktionsstatistik

 
Autor: Marcel Alder
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