Mustang Club of Switzerland

since 1980

 Kaufberatung – Elektrik

Die   12V-Anlagen   der   Mustangs   gelten   als   sehr   robust   und   wenig   anfällig.   Der   grösste   Feind   sind/waren   die Besitzer   selbst.   An   vielen   Fahrzeugen   wurden   zusätzliche   Radios,   Lampen,   Hupen   und   weiteres   mehr   oder weniger   nützliches   Zubehör   installiert.   Bei   solchen   Einbauten   wurden   die   Kabelbäume   oft   hemmungslos zerschnippelt,   was   heute   zu   Kontaktschwierigkeiten,   elektrischen   Ausfällen   oder   Kurzschlüssen   führen   kann. Bisweilen   waren   auch   CH-Zulassungsvorschriften   dafür   verantwortlich,   dass   Zuleitungen   zu   Lampen   geändert oder   unbürokratisch   “durchgeknipst”   wurden.   Beim   Kauf   checken,   ob   alle   elektrischen   Systeme   arbeiten.   Wer Flickwerk   nicht   mag   –   es   sind   viele   der   Kabelstränge   zumindest   bis   zum   Modelljahrgang   1968   neu   erhältlich. Allerdings vergleichsweise teuer. Ein   klassisches   Problem   zieht   sich   durch   sämtliche   Baujahre   hindurch:   der   Lichtschalter.   Ein   defekter   oder überlasteter   Lichtschalter   verursacht   “Blinklicht”   –   will   heissen:   die   Beleuchtung   fällt   ohne   Vorwarnung komplett   aus.   Sobald   sich   der   Schalter   abkühlt,   funktioniert   auch   das   Licht   wieder.   Sehr   unpassend   bei Nachtfahrten. Drei Gründe sind möglich: Alterung der Kabel, verbunden mit erhöhtem Widerstand (sehr selten). Ein   Besitzer   hat   die   Scheinwerfer   anstelle   der   originalen   und   nicht   sehr   effektiven   Sealed   Beam   mit Halogen-Leuchten   aufgerüstet.   Es   fliesst   mehr   Strom   und   der   überlastet   den   Schalter.   Wenn   das   Teil schon ein gewisses Alter aufweist, kommt es zu unfreiwilligem Blinklicht. Der    Schalter    quittiert    seinen    Dienst    altershalber.    Meist    funktioniert    dann    auch    die    (dimmbare) Instrumentenbrettbeleuchtung nicht mehr. Die   Schalter   sind   jedoch   problemlos   und   relativ   kostengünstig   als   Ersatzteil   erhältlich.   Der   Wechsel   dauert   mit entsprechendem   “know   how”   keine   10   Minuten.   Wer   auf   Halogenlicht   umbaut,   sollte   den   Einbau   eines zusätzlichen Steuerrelais einplanen. Damit ist das Problem definitiv erledigt. Die   meisten   anderen   Störungen   sind   auf   korrodierte   Anschlüsse   zurückzuführen.   Etwas   Schleifpapier   und Kontaktspray genügen meist schon. Bei   Autos   mit   werksseitig   eingebautem   Drehzahlmesser   führt   der   ganze   Zündstrom   über   das   erwähnte Instrument.       Bei       allfälligen       Problemen       mit       der       Zündung       (selten)       sollte       auch       ein Kabelunterbruch/Wackelkontakt in dieser Gegend in Betracht gezogen werden. Die   Tankuhr   zeigt   bisweilen   etwas   ungenaue   Werte   an.   Bis   sich   der   neue   Besitzer   an   deren   Eigenheiten gewöhnt   hat,   sollte   er   einen   gefüllten   Benzinkanister   mitführen.   Bleibt   die   Uhr   auch   bei   vollem   Tank   auf “leer”,   ist   mit   grösster   Wahrscheinlichkeit   der   Schwimmer   am   Tankgeber   vollgelaufen.   Ersatz   ist   problemlos erhältlich. Wer    sich    für    einen    der    seltenen    67/68er    Mustangs    mit    “deluxe    convenience    lights”    interessiert (Zusatzwarnlicht   für   Benzin,   Gurten,   Handbremse,   Tür   offen)   kontrolliert   besser   deren   Funktion.   Fehlende Teile   sind   nur   sehr   schwer   und   entsprechend   teuer   zu   beschaffen.   Man   kann   allerdings   auch   gut   ohne   die Anzeigen leben…
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